Kapitallebensversicherung Vergleich

Kapitallebensversicherung Vergleich

Kapitallebensversicherung Vergleich

Nahezu die Hälfte aller Lebensversicherungen in Deutschland sind Kapitallebensversicherungen. Mit dieser Versicherungsvariante können Versicherte in kombinierter Hinsicht vorsorgen: Zum einen sichern sie ihre Angehörigen für den Todesfall ab, zum anderen bilden sie Vermögen für die eigene Altersvorsorge.

In der Regel ist die eigene Vorsorge der Grund für den Abschluss einer Kapitallebensversicherung. Die gesetzliche Rente reicht im Alter üblicherweise nicht mehr aus, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. So ist die eigene Initiative gefragt: Im Rahmen einer Kapitallebensversicherung spart der Versicherungsnehmer über einen längeren Zeitraum Kapital an, am Ende der Laufzeit wird die Versicherungssumme zuzüglich der erwirtschafteten Überschüsse ausgezahlt. Dabei stehen unterschiedliche Tarife und Bedingungen zur Verfügung. Die genauen Modalitäten sind abhängig von der gewählten Tarifoption. Auf dem Markt tummelt sich eine Reihe von Anbietern, leider gibt es auch einige unseriöse unter ihnen. Wer eine Kapitallebensversicherung abschließen möchte, sollte daher die verschiedenen Angebote genau vergleichen und auch das Kleingedruckte lesen. Ein Versicherungsvertreter hat in der Regel nur die eigenen Abschlussquoten vor Augen und berät nicht immer bedarfsgerecht, darum sollten Kunden die einzelnen Angebote genau unter die Lupe nehmen.

Vorteile & Nachteile

Der Vorteil für den Versicherten liegt bei einer Kapitallebensversicherung vor allem in der Kombination aus Risikovorsorge und der privaten Altersvorsorge. Nachteilig ist vor allem die geringe Flexibilität einer Kapitallebensversicherung. Wer die Versicherung nicht bis zum Laufzeitende bezahlen kann, muss möglicherweise mit Verlusten rechnen.

Test

Auf dem Markt tummeln sich unzählige Anbieter von Kapitallebensversicherungen. Da es hier auch eine Reihe schwarzer Schafe gibt, empfiehlt sich vor allem ein Blick ins Kleingedruckte. Die Stiftung Warentest warnt vor allem vor irreführenden Namen und undurchsichtigen Verträgen. Die Warentester raten vor allem dazu, sich nicht von Versicherungsvertretern unter Druck setzen zu lassen.

Rechner & Rendite

Im Prinzip kauft der Versicherte bei einer Kapitallebensversicherung die Katze im Sack. Denn die genaue Auszahlungssumme und die erwirtschafteten Überschüsse sieht er erst bei Auszahlung der Ablaufleistung. Häufig sorgen hohe Verwaltungskosten für eine niedrigere Rendite. Auf ihrer Internetpräsenz stellt die Stiftung Warentest einen kostenlosen Renditerechner zur Verfügung.

Steuer

Steuerfrei sind Auszahlungen von Verträgen, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden und mindestens 12 Jahre liefen. Bei einer Kapitallebensversicherung, die nach dem Stichtag abgeschlossen wurden, müssen die Erträge zur Hälfte versteuert werden.

Verkauf

Wer kurzfristig Geld braucht, entscheidet sich manchmal zur Kündigung der Kapitallebensversicherung. Doch gerade wenn eine Versicherung noch jung ist, ist der Rückkaufswert gering und die Kunden müssen mit herben Einbußen rechnen. Eine Alternative zur Kündigung ist der Verkauf an einen Policenhändler, bei dem die Versicherten oft mit etwas mehr Geld rechnen können.

Garantiezins

Der Garantiezins wurde vom Bundesfinanzministerium zum 1.1.2012 gesenkt und liegt derzeit bei 1,75 Prozent. Mit diesem Höchstrechnungszinssatz müssen die Versicherer das Kapital ihrer Versicherten mindestens verzinsen.

Weitere sinnvolle Vorsorgeprodukte

Neben einer Kapitallebensversicherung gibt es je nach persönlicher Lebenssituation weitere sinnvolle Alternativen, die, je nach Versicherung, auch kombiniert werden können.

Risikolebensversicherung

Zur Angehörigenvorsorge ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung sinnvoll. Die Beiträge sind geringer als bei einer Kapitallebensversicherung. Die Auszahlung der Versicherungssumme erfolgt bei Tod der versicherten Person.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Bei dieser Versicherungsform werden die eingezahlten Beiträge in verschiedenen Fonds angelegt. Die Versicherung verwaltet das Geld der Sparer nicht selbst sondern überlässt dies Fondsgesellschaften, die möglichst hohe Überschüsse erwirtschaften sollen. Der Versicherungsnehmer kann bestimmen, ob sein Geld in riskanten oder sicheren Fonds angelegt wird.

Fondsgebundene Rentenversicherung

Bei dieser Form der Altersvorsorge werden die Beiträge in unterschiedlichen Investmentfonds angelegt. Die Risikobereitschaft des Sparers entscheidet dabei über die Anlageform. Am Laufzeitende wird das angesparte Vermögen in Form einer zweiten Rente ausgezahlt.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine wichtige Versicherung zur Absicherung einer eventuellen Invalidität ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, sichert sich mit dieser Versicherung seinen Lebensstandard.

Riester Rente

Wer mit einem Riester-Vertrag Vorsorge für das Alter trifft, erhält je nach persönlicher Situation Zulagen vom Staat. Inzwischen nutzen mehr als 14 Millionen Deutsche diese Form der privaten Altersvorsorge.