Kapitallebensversicherung Test

Kapitallebensversicherung

Kapitallebensversicherung Test

Bei einer Kapitallebensversicherung kommt es vor allem auf die Wahl des richtigen Angebots an. Bereits im Jahr 2002 ergab eine Untersuchung von Finanztest, dass die Ablaufleistungen bei der Auswahl unterschiedlicher Versicherungen bei einer Laufzeit von 30 Jahren um bis zu 45.000 Euro differieren können. Ein genauer Blick auf die einzelnen Angebote ist also unerlässlich. Im Test schnitten die folgenden Versicherungen mit einem "sehr gut" oder "gut" ab:

Debekasehr gut
Europasehr gut
Ontosgut
CosmosDirektgut
Intergut
HDIgut
Dialoggut

Weitere 28 Versicherer wurden mit der Gesamtnote "befriedigend" bewertet. Dabei prüften die Tester vor allem die garantierte Ablaufleistung der Kapitallebensversicherung sowie die Qualität der Beispielrechnung. In punkto Transparenz haben die meisten Versicherungen Nachholbedarf, denn hier erfüllten nur drei Unternehmen die vorgegebenen Kriterien.

Auf irreführende Bezeichnungen achten

Die Stiftung Warentest warnt im Finanztest aus 03/2011 vor allem vor den irreführenden Bezeichnungen der Versicherungen. So verkauft eine Versicherung eine Kapitallebensversicherung unter der Bezeichnung "Klassik" und lässt den Kunden damit im Glauben, es handele sich um eine gewöhnliche Kapitallebensversicherung. Ein Blick ins Kleingedruckte verrät schließlich, dass es um eine fondsgebundene Kapitallebensversicherung geht, die für den Anleger deutlich höhere Risiken birgt.

Checkliste für das richtige Angebot

In einer Checkliste führt die Stiftung Warentest die relevantesten Punkte auf:

  • Ermittlung des Bedarfs unter Einbeziehung etwaiger Förderungen des Arbeitgebers
  • Eine jährliche Zahlungsweise erhöht aufgrund der sofortigen Zinsverrechnung die Rendite. Einige Versicherer erheben Ratenzahlungszuschläge, über die sie häufig nicht ausreichend informieren.
  • Auf eine Dynamik sollte verzichtet werden, da diese Verträge in der Regel teurer sind und die Renditeberechnung nicht nachvollziehbar ist

Die Warentester empfehlen darüber hinaus, auf eine Unfalltod-Zusatzversicherung zu verzichten. Diese Zusatzversicherung sorgt für eine Reduzierung der ohnehin schon mageren Rendite. Wer bereits eine Kapitallebensversicherung mit Unfalltod-Zusatz abgeschlossen hat, sollte diesen Zusatz unter Umständen kündigen. Nach Angaben der Warentester verfügen mehr als 21 Millionen Kunden über diese zusätzliche Vereinbarung. Bei einem Unfalltod des Versicherten erhalten die Hinterbliebenen die doppelte Todesfallsumme. Stirbt der Versicherte nicht bei einem Unfall, so erhalten die Hinterbliebenen die normale Todesfallsumme. Nach Ansicht von Stiftung Warentest sollten die Angehörigen jedoch unabhängig von der Todesursache optimal abgesichert werden, die Zahlung der doppelten Summe bei Unfalltod ist daher unsinnig. Darüber hinaus starben im Jahr 2004 gerade einmal 0,7 Prozent aller Deutschen bei einem Unfall. Wer seine Angehörigen wirklich optimal absichern will, sollte den Abschluss einer zusätzlichen Risikolebensversicherung erwägen, sofern die Summe der Kapitallebensversicherung nicht ausreicht. Abhängig vom Alter des Versicherten sind diese Versicherungen in der Regel schon zu sehr günstigen Jahresbeiträgen abzuschließen.

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