Vorteile und Nachteile

Kapitallebensversicherung

Kapitallebensversicherung Vorteile und Nachteile

Die Geldanlage in einer Kapitallebensversicherung ist umstritten und bietet immer wieder Anlass zu Kritik. Dennoch haben fast die Hälfte aller Deutschen eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen. Vor Abschluss einer Kapitallebensversicherung sollte sich jeder Verbraucher daher mit den Vor- und Nachteilen dieser Anlageform auseinandersetzen.

Perfekte Angehörigenvorsorge

Wer fürs Alter vorsorgen möchte und gleichzeitig eine Absicherung der Angehörigen erreichen möchte, ist mit einer Kapitallebensversicherung sehr gut beraten. Vorteilhaft ist diese Anlageform auch für Sparer, die nach Ablauf der Laufzeit über eine konkrete Summe verfügen möchten und Wert auf eine besonders sichere Sparform legen. Um die Anlage des Geldes kümmert sich die Versicherungsgesellschaft, der Kunde muss lediglich die monatlichen Beiträge zahlen. Insbesondere für junge Familienväter, die gerade eine Immobilie erworben haben oder einen Neubau planen, kann der Abschluss einer Kapitallebensversicherung in Kombination mit der Angehörigenvorsorge sinnvoll sein. Viele Banken fordern bei Vergabe eines Immobiliendarlehens sogar den Nachweis einer entsprechenden Kapitallebensversicherung oder einer alternativen Versicherung.

Lange Laufzeiten, unflexible Bedingungen

Nachteilig ist die lange Laufzeit der Kapitallebensversicherung. Wer aus finanziellen oder anderen Gründen bereits während der Laufzeit den Vertrag kündigt, muss mit erheblichen Einbußen rechnen und erhält gerade in den ersten Jahren nach Abschluss der Kapitallebensversicherung nicht einmal den Betrag zurück, den er eingezahlt hat. Zunächst verwenden die Versicherungen die eingezahlten Beträge vor allem für die Absicherung des Todesfallrisikos und ihre eigenen Gebühren, so dass sich das Kapital erst nach einigen Jahren auf dem Versicherungskonto ansammelt. Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt, sollte sich daher vor allem über die Langfristigkeit dieser recht unflexiblen Anlageform im Klaren sein.

Niedrige Rendite, hoher Verwaltungsaufwand

Die Rendite einer Kapitallebensversicherung ist gering. Inzwischen hat die Bundesregierung den Höchstrechnungszinssatz für die Versicherungsgesellschaften auf 1,75 Prozent gesenkt. Auch hohe Verwaltungskosten tragen zu einer unterdurchschnittlichen Rendite bei. Der tatsächlich während der Laufzeit erwirtschaftete Überschuss wird erst am Ende der Laufzeit ersichtlich.

Der Staat verdient mit

Auch der Staat möchte an einer Kapitallebensversicherung verdienen und so ist eine Auszahlung nur unter bestimmten Bedingungen steuerfrei. Nur Verträge, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden, mindestens 12 Jahren liefen und auf die mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt wurden, werden steuerfrei ausgezahlt. Bei allen anderen Verträgen ist eine gänzliche Steuerbefreiung nicht mehr möglich und die während der Laufzeit erwirtschafteten Kapitalerträge müssen zur Hälfte versteuert werden.

Gesundheitsprüfung ab einer bestimmten Versicherungssumme

Ab einer bestimmten Versicherungssumme verlangen die meisten Versicherungsgesellschaften zum Abschluss einer Kapitallebensversicherung eine Gesundheitsprüfung. Der Umfang dieser Prüfung ist abhängig von der Versicherungshöhe. Häufig reicht die Beantwortung eines Fragebogens mit Angabe des Hausarztes. Raucher oder Extremsportler müssen mit Beitragszuschlägen rechnen. Chronisch Erkrankte werden entweder nur gegen die Zahlung eines Zuschlages versichert oder sogar ganz abgelehnt.

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